Meru-Nationalpark
Der Meru-Nationalpark liegt nordöstlich des Mount Kenya-Massivs, ungefähr 360 km von Nairobi entfernt. Benannt wurde er nach einem gleichnamigen Volksstamm. Der Park zählt zu den artenreichsten Wildreservaten des Landes, ist aber durch seine unvorteilhafte Lage bisher noch ein Geheimtipp. Somit können Sie hier fast ungestört die große Vielfalt an Tieren in nahezu unberührter Wildnis beobachten.
Der 870 km² große Meru-Nationalpark ist schon allein wegen seiner atemberaubenden Landschaft einen Besuch wert: Der Südosten des Reservates wird an der Parkgrenze vom größten Fluss Kenias, dem Tania River, durchflossen. Hier finden Sie auch die spektakulären Adamson-Wasserfälle mit seinen grandiosen Felsformationen. Die dichten Wälder, das hohe Gras und die Doumpalmenhaine des Parks sind von einer Hügellandschaft und Felsinseln, den so genannten "Kopjes" umgeben.
Aber selbstverständlich kommen auch Tierfreunde im Meru-Nationalpark nicht zu kurz: Löwen, Leoparden, Büffel, verschiedene Antilopenarten und viele weitere Arten sind hier anzutreffen. Auch einige sehr seltene Tiere, wie Netzgiraffen, Grevy-Zebras und die blauhälsigen somalischen Sträuße sind im Meru beheimatet. Die Flusslandschaften am Tania River bieten Krokodilen, Flusspferden und zahlreichen Vogelarten ein zu Hause. Leider wurden viele der Tiere in den letzten Jahren Opfer von Wilderern, was das übrige sowieso schon sehr scheue Wild noch nervöser machte. Daher sollten Sie sich leise und langsam durch den Park bewegen um schöne Tieraufnahmen zu bekommen.
Im Meru-Nationalpark entließ die berühmte Tierforscherin und Autorin Joy Adamson die von ihr und ihrem Mann George aufgezogene Löwin Elsa, in die Freiheit. In dem Bestseller „Frei geboren“, welches auch unter dem Titel „Born Free“ verfilmt wurde, erzählt Adamson die Geschichte des Tieres.



