Reiseinfos über Kenia


Einreise

Deutsche Staatsbürger benötigen ein Visum um nach Kenia einzureisen. Sie erhalten dieses gegen eine Gebühr von derzeit 50 USD an den Flughäfen Mombasa sowie Nairobi. Es wird empfohlen, den Betrag in Dollar zu begleichen. Kinder unter 16 Jahren dürfen visafrei einreisen. Darüber hinaus kann das Visum auch schon vor Reiseantritt beschafft werden, indem man sich an die Kenianische Botschaft in Berlin wendet und den entsprechenden Antrag stellt (nähere Informationen und der Antrag zum Download auf der Homepage der Boschaft).

Zur Einreise wird außerdem ein mindestens noch 6 Monate gültiger Reisepass benötigt sowie ein Rück- bzw. Weiterreiseticket. Mitreisende Kinder müssen ebenfalls über ein ausweisendes Dokument verfügen (Kinderreisepass) und/ oder durch einen Eintrag im Ausweis der Eltern vermerkt sein. Allerdings gab es in der Vergangenheit bei dieser letztgenannten Möglichkeit (Eintragung der Kinder – vor allem ohne Foto – in den elterlichen Reisepass) Schwierigkeiten bei der Ein- und Ausreise.


Währung

In Kenia bezahlt man mit dem Kenia Schilling, der als KES oder KSh abgekürzt wird. Die Währung ist sowohl in Banknoten à 1000, 500, 200, 100, 50 und 20 KSh als auch in Münzen à 40, 20, 10, 5 und 1 KSh erhältlich. Der Wechselkurs von Euro in Kenianische Schilling liegt bei etwa 110 KSh für 1 € (Stand Mai 2009). Geld wechseln können sie am besten vor Ort in Banken, Wechselstuben oder autorisierten Hotels. Vor einen Geldtausch auf der Straße mit Schwarzhändlern raten wir dringend ab. Bei einem legalen Gelwechsel erhalten sie immer ein Devisenformular, was den Geldumtausch bestätigt. Dabei nehmen Banken generell eine höhere Gebühr für ihre Dienste.

Bargeldautomaten finden Sie in beinahe allen Banken (vorrangig Visa Card). Vor allem die Barclays Banken akzeptieren problemlos Visa und MasterCard. Auch die Bezahlung mit Kreditkarte wird in Kenia immer populärer. Besonders Visa und teilweise MasterCard werden von Hotels und Restaurants angenommen. Reiseschecks werden zum Teil akzeptiert, empfehlenswert ist es die US-Dollar-Reiseschecks in den Banken bzw. Wechselstuben in Bargeld umzutauschen.

Die Einfuhr von Fremdwährung oder der Landeswährung ist ab einen Gegenwert von 500 000 KSh deklarationspflichtig. Die Ausfuhr hingegen ist generell unbeschränkt.

Als kleiner Tipp empfiehlt es sich, für ein kleines Trinkgeld oder das Taxi vom Flughafen, immer ein paar Dollar griffbereit in der Tasche zu haben.


Sicherheit

Die Hinweise beziehen sich auf Terrorismus, Luftverkehr, Kriminalität und den Straßenverkehr.

Leider sind terroristische Anschläge ein Thema in Kenia. Da sich diese zumeist gegen Menschenansammlungen, religiöse Stätten oder westliche Einrichtungen sowie touristische Sehenswürdigkeiten wenden, kann bei dem Besuch des Genannten ein wenig Wachsamkeit nicht schaden.

Die Sicherheitskontrollen an den kenianischen Flughafen sind nicht mit europäischen Standards zu vergleichen, vielmehr werden sie als mangelhaft eingeschätzt. Dies gilt besonders für die unzureichenden Sicherheitskontrollen von/nach Somalia.

An einigen Orten Kenias gibt es ein erhöhtes Risiko von Überfällen (Landestellen im Norden/Nordosten, Küstenregion nördlich von Malindi, Reiserouten zu Land gen Norden). Zu diesen Zweck empfiehlt es sich per Flugzeug das gewünschte Ziel in diesem Gebiet zu erreichen.

Individualreisende seien davor gewarnt bei der Erkundung von Nationalparks willkürlich in diesen zu übernachten. Vielmehr sollte die Unterbringung in Lodges oder auf Campingplätzen genutzt werden.

In Hinblick auf die größeren Städte des Landes ist es ratsam, die gefährlichen „Ecken“ zu meiden (River Road, Tom Mboya Street und Machakos Bus Terminal), auch am Tag. Generell sind nächtliche Ausflüge mit einem erhöhten Risiko behaftet, da es zu Überfällen kommt. Tragen Sie zudem keine Wertsachen sichtbar bei sich, um Verbrecher nicht anzulocken.

Was die Verkehrssituation Kenias angeht, ist von der Nutzung der öffentlichen Busse („Matatus“) abzuraten. Sie sind nicht verkehrssicher und rufen häufig schlimme Unfälle hervor.

Autofahrten gen Norden in die problematischen Landesteile sollten, wenn überhaupt, nur in einem Konvoi erfolgen und die einzelnen Etappen sollten bei Tag erreicht werden, da in der Nacht die Gefahr von Überfällen steigt und zudem die Straßenlage teils in sehr schlechten Zustand ist.

Aktuelle Hinweise zur Sicherheit hält das Auswärtige Amt bereit.


Medizinische Hinweise

Zunächst sei gesagt, dass hier nur Empfehlungen erfolgen, die keine Gewähr sowohl in Bezug auf Vollständigkeit als auch Richtigkeit besitzen. Daher sollten Sie sich zusätzlich vor Antritt Ihrer Reise einer medizinische Beratung durch einen Arzt bzw. Tropenmediziner unterziehen.

Das wichtigste bei einer Kenia-Reise ist der Impfschutz. Empfohlen werden Impfungen, falls noch nicht vorhanden, gegen Gelbfieber (für alle Reisenden älter als 1 Jahr), Tetanus, Diphtherie, Kinderlähmung und Hepatitis A. Bei Aufhalten über 4 Wochen kommen Impfungen gegen Hepatitis B, Tollwut, Typhus und Meningokokken hinzu.

In Kenia ist Malaria ein bekanntes Problem, jedes Jahr gibt es etwa 120 000 Krankheitsfälle, wobei besonders die Regenwaldgebiete und die Küste ganzjährige Risikozonen sind. Als Überträger fungiert die nachtaktive Anopheles-Mücke, daher empfiehlt es sich, körperbedeckende Kleidung zu tragen, wiederholt und vor allem nachts Insektenschutzmittel aufzutragen und unter einem Moskitonetz zu schlafen.

Etwa 8 % der Bevölkerung Kenias leiden an Aids. Ein hohes Ansteckungsrisiko besteht vor allem durch ungeschützten sexuellen Kontakt, unsaubere Spritzen oder Kanülen sowie bei Bluttransfusionen.

Weitere mögliche Krankheiten sind das Dengue-Fieber (Ansteckungsgebiet ist vor allem die Küste, Übertragung durch Mücken, Vorbeugung nur durch Insektenschutzmittel), Cholera/Durchfallerkrankungen (Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene ist der beste Schutz), Bilharziose (Wurminfektion, Übertragung beim Baden in Süßwassergewässern, einziger Schutz ist das Vermeiden von Baden im offenen Süßwasser wie z.B. Victoria-See) und die Höhenkrankheit (bei der Besteigung des Mount Kenia möglich, vorherige Absprach mit Arzt zwecks Eignung zum Aufstieg empfehlenswert).

Die medizinische Versorgung gestaltet sich innerhalb des Landes sehr unterschiedlich: Während es in Nairobi sowohl gute Ärzte als auch Krankenhäuser gibt, ist anderenorts das Ganze weitaus problematischer und nicht mit deutschen Standards zu vergleichen.

Außer der Mitnahme notwendiger Medikamente und einer üblichen Reiseapotheke, ist es nicht erforderlich mehr Medikamente mitzubringen, da die Apotheken über ein Standardsortiment verfügen. Des Weiteren empfiehlt es sich eine Auslandskrankenversicherung abzuschließen. Wer weiter vorbeugen möchte, kann seinen Schutz mit einer Luftrettungsversicherung erweitern.


Klima/ Wetter

Das Klima in Kenia lässt sich in zwei Klimazonen einteilen: das Hochland und die Küste. Das Hochland bezeichnet alle Gebiete, die höher als 1800 m liegen und weist für Europäer ein angenehmes Klima auf. Die Temperaturen liegen selten über 25 °C (Januar/Februar), im Juli und August sinkt die Temperatur auf durchschnittlich 10 °C. Generell sind die Nächte in dieser Region kühler, somit sollte man auf wärmende Kleidung für die Nacht nicht verzichten. Zwei Regenzeiten bestimmen das Hochland, eine Große von Ende März bis Juni und eine Kleine von Oktober bis November. Diese Regenzeiten sind für einen Urlaub nicht ideal, da das Gelände aufweicht und daher häufig keine Safari durchgeführt werden kann. Zudem sieht man während dieser Zeitspanne weniger Tiere im Vergleich zum Rest des Jahres.

Die Küste hingegen besitzt Temperaturen von etwa 22 bis knapp über 30 °C und wird von einer höheren Luftfeuchtigkeit geprägt. Die meisten Niederschläge gehen während der Monate April bis Juni herunter. Der Januar und Februar sind die wärmsten Monate in dieser Klimazone.

Die beste Reisezeit für Kenia allgemein findet man für die Monate Dezember bis Anfang März, speziell der Januar und Februar garantieren zumeist die wärmsten/ angenehmsten Temperaturen.

Städtereisen, insbesondere nach Nairobi sind auch während der Regenzeiten einen Urlaub wert. In Nairobi herrschen angenehme Temperaturen bei etwa 20 °C und der Niederschlag hält sich ebenfalls in Grenzen. Dank reduzierten tropischen Klima wegen der Höhenlage der Stadt haben Mitteleuropäer wenig Probleme mit der Anpassung an das Wetter.

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